Parfum damals und heute

Ein kleine Zeitreise

Südfrankreich - Wurzel der modernen Parfümerie
Südfrankreich - Wurzel der modernen Parfümerie

Ein Parfum besteht aus durchschnittlich 85% Alkohol und aus den darin gelösten Duft- bzw. den so genannten Riechstoffen, die bis zum 20. Jahrhundert meist pflanzlichen oder tierischen Ursprungs waren. Heutzutage jedoch werden diese natürlichen ätherischen Öle zu großen Teilen durch synthetische ersetzt, sodass allergische Reaktionen vermieden werden können und die Zutatenauswahl grenzenlos wird. 

Doch woher kommt Das Parfum? Die ursprüngliche Hauptstadt des Parfums war seit dem 19. Jahrhundert die französische Stadt Grasse im Département Alpes-Maritimes. Was Deutschland betrifft, sind seit 1945 nicht nur Leipzig, sondern auch Holzminden und die Wirtschaftsräume Ostalb-Ries Ballungszentren der deutschen Parfumindustrie.
 
Chanel No.5 ist das wohl bekannteste Parfum des 20. Jahrhunderts und das erste auf ausschließlich synthetischer Basis. ,,Was ist das Parfum einer Frau mit dem Duft einer Frau?’’, dachte sich Coco Chanel 1921. Die legendäre Modedesignerin war die erste ihrer Art, die ihr Modeimperium um ein Parfum erweiterte und ließ sich hierfür eigens vom Hofparfumeur des russischen Zaren 10 Düfte kreieren, aus denen sie sich schließlich am 5. Mai 1921 für das fünfte Parfum entschied, das florale Chanel No. 5. Dieser blumige Duft besteht aus 80 Zutaten wie z.B. Ylang Ylang und basiert auf Jasmin.
 

Aktuelle Düfte

Aktuelle Düfte und Trends

Der Unterschied zu aktuellen weiblichen Parfums ist jedoch entscheidend. Die beliebtesten Düfte sind heute nicht mehr ausschließlich blumig, sondern auch zu gleichen Teilen fruchtig-frisch oder pudrig-süß. Frauen bevorzugen mittlerweile immer häufiger interessantere leichte und exotischere Düfte und bedienen sich dabei auch der grenzenlosen Auswahl fruchtiger Noten wie z.B. Pink Grapefruit, Wassermelone und Mango. Wer es jedoch pudrig-süß mag, wählt die so genannten Gourmand-Noten wie z.B. Karamell, Vanille, Schokolade, Zuckerwatte, Honig oder süße Milch. Kombiniert man diese neuen fruchtigen bzw. warmen Zutaten mit den klassischen blumigen Duftnoten, erhält man die beliebtesten Parfums des 21. Jahrhunderts.

Die männlichen Düfte wurden mit der Zeit ebenfalls immer frischer. Sie variieren heute häufig von frisch und fruchtig bis frisch und sinnlich. Dabei fällt auf, dass Männer heute zunehmend überwiegend fruchtige Zutaten mit extravaganten Gewürzen wie z.B. Rosmarin, Muskat oder Kardamon kombinieren – Moschus bzw. Amber verleihen dem männlichen Parfum jedoch auch heute noch das gewisse Etwas.
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Eine kleine Zeitreise zu den Ursprüngen des Parfums

Erstmals 5000 v. Chr. fand das Parfum entfernt seine heute bekannte Anwendung, für altertümliche Zwecke in der Medizin, Salbung der Toten und Würdigung der Götter. Jedoch war es der vermögenden aristokratischen Oberschicht nicht vergönnt, teure Aromastoffe für die Verwendung eines Parfums zu nutzen. In den prunkvollen Palästen der Mesopotamier wurden Düfte hergestellt, denen schon damals eine höhere Bedeutung beigemessen wurde. Archäologische Funde berichten uns heute, dass vor allem Zutaten wie Zypressen, Harz-Extrakte, verschiedene Arten von Blumen und Schilf verwendet wurden, um diese Düfte zu erzeugen. Die damals wie heute magische Herstellung eines Parfums übernahmen bei den Assyriern die Frauen. In kochend heißem und gesalzenem Wasser, ließen sie zerriebene Pflanzen stehen und filterten sie zu einem späteren Zeitpunkt. Sie nutzten heißes Öl, um die entstandene aromatische Flüssigkeit damit zu mischen. Das Parfum im heutigen Sinne war in der Zeit um Ludwig XV, in der körperliche Hygiene getadelt wurde und Körpergerüche abgewiesen werden mussten, unentbehrlich. Ein schlechter Körpergeruch galt als Überträger von Krankheiten, welche das Parfum sogar zu einem „Wunderheilmittel“ machten.

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